Show + Share Challenge #11

Challenge | Wrap-up

#11 Branching Szenarien – Verzweigte Wege

Kennen Sie das? Eine Story stoppt und die Lernenden können auswählen, wie es weitergeht. Das ist die Basis eines Branching-Szenarios. Branching-Szenarien Szenarien in der Lehre sind eine dynamische und ansprechende Möglichkeit, Lerninhalte zu vermitteln und Lernende aktiv in den Lernprozess einzubeziehen.  Probieren Sie es doch mal selbst aus!

Worum geht es inhaltlich?

Mit Branching-Szenarien kann man Lernende zum mitdenken anregen und sie interaktiv in ein Lehrthema einbeziehen. Die jeweiligen Entscheidungen der Lernenden haben Konsequenzen, die sich im weiteren Verlauf der Story zeigen. Als Medium können einfache Texte, Videos oder auch Bilder verwendet werden.

Dieser Ansatz ermöglicht es, Lehrinhalte so zu strukturieren, dass Lernende unterschiedliche Wege durch den Lernprozess nehmen können, abhängig von ihren individuellen Bedürfnissen, Interessen und ihrem Kenntnisstand. Es werden verschiedene Zweige oder Pfade erstellt, die Lernende je nach ihren Entscheidungen oder Antworten während des Lernens durchlaufen können. Auf diese Weise können komplexe Problemlösungsfähigkeiten und kritisches Denken trainiert werden. Lernende treffen Entscheidungen und erleben die Konsequenzen ihrer Handlungen. Die Autonomie- und Mitbestimmungsmöglichkeit kann dazu beitragen die Lernmotivation zu steigern und die Lernergebnisse zu verbessern. Branching Szenarien können sowohl individuell als auch im Plenum einer Lehrveranstaltung eingesetzt werden.

Und wie kann man Branching Szenarien erstellen?  Für die praktische Umsetzung können beispielsweise H5P  oder Twine (Textfokus) verwendet werden.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema:

In dieser Challenge wollen wir beispielhaft ganz kleine Branching-Storys mit weinigen Verzweigungen erstellen, nur um ein Gefühl für diese Art der Lehre zu erhalten. Dabei ist es egal ob die Story per Text, Bildern oder Video vermittelt wird. Eine oder zwei Verzweigungen sind für ein Challenge Beispiel absolut ausreichend. Eine spätere Erweiterung ist ja bei Bedarf jederzeit möglich ;-).

Die konkrete Challenge:

Erstellen sie ein Konzept, also einen verzweigen Branching-Plan für ein Szenario-Beispiel, das Sie in Ihrer Lehre/praktischen Arbeit einsetzen könnten. Wie und an welchen Stellen würden Sie Verzweigungen einbauen? Veröffentlichen Sie Ihr Konzept.

Wer Lust hat kann natürlich auch schon mit der praktischen Umsetzung anfangen und mal eine oder zwei Verzweigungen realisieren.

Sie haben bereits Branching Scenarios erstellt? Super, dann freuen wir und über einen Link zu Ihrem Beispiel.

Share: Teilen Sie Ihre Ideen und Aktivitäten

Erstellen Sie Ihr Verzweigungskonzept bzw. Beispiel und machen Sie es öffentlich ohne Einschränkung zugänglich z.B. auf einer Webseite, einem Blog, in YouTube, auf Ihrer Social-Media-Seite, einem frei zugänglichen LMS, einem öffentlichen Cloud-Speicher …

Kommentar hinterlassen: Verwenden Sie den Kommentarbereich unten auf dieser Seite, um einen Link zu Ihrer veröffentlichten Bearbeitung der Challenge zu teilen (nicht die Bearbeitung selbst).

Wenn Sie einen Blog oder eine Webseite haben, können Sie dort auch über die Challenge reflektieren. Wir verlinken dann auf Ihre Seite. Wenn Sie inhaltlich weiter zum Thema diskutieren möchten, freuen wir uns über Ihre Beiträge auf LinkedIn.

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Dann verschaffen Sie sich am besten erst einmal hier einen Überblick über den Ansatz.

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9 Kommentare zu “Show + Share Challenge #11

  1. Auch wenn man zunächst nicht daran denken würde aber Branching Szenarien lassen sich auch mit OpenOlat erstellen! Das ist besonders einfach, wenn man ohnehin das LMS für die Online-Lehre verwendet.

    Das folgende Beispiel „Wähle gut“ zeigt eine entsprechende Branching-Umsetzung mit OpenOlat, die speziell für die Challenge erstellt wurde. Neben Text wird hier vor allem auf die grafische Darstellung (KI generierte Bilder) gesetzt, die die User noch stärker in das Geschehen ziehen sollen. Auch die Verwendung von Audio-Dateien und OpenOlat Tests wurden erfolgreich integriert. Der Einbau von Videos und weiteren OpenOlat Kursbausteinen oder Online-Content wären ebenfalls relativ einfach möglich. Und natürlich lassen sich die gesamte Story und die Verzweigungen weiter ausbauen.

    Schauen Sie doch mal vorbei und „Wählen Sie gut“, denn nicht jeder Weg führt zum Erfolg ;-).
    https://olat.vcrp.de/url/RepositoryEntry/4575461519?guest=true&lang=de
    (Gast Zugang verwenden)

  2. Hier ein kleines Beispiel bzw. ein Versuch mit Twine ein verzweigtes textbasiertes Szenario zu erstellen und in OpenOlat einzubinden um ein Gefühl für derartige Szenarein zu bekommen. Ohne sich jedoch intensiver mit der Software zu beschäftigen fällt das Ergebnis nicht ganz überzeugend aus. Investiert man mehr Zeit und liest sich entsprechende Anleitungen durch kann man aber noch deutlich mehr herausholen. Ein Ausbau ist also möglich :-).
    Über den Link gelangt man in ein OpenOlat CP, das sowohl ein Mini-Beispiel “Der Uni Professor” als auch die dazugehörige Struktur-Skizze beinhaltet: https://olat.vcrp.de/url/RepositoryEntry/4575461512?guest=true&lang=de

    (Gastzugang verwenden)

    1. Das klingt spannend, besonders da sich Articulate gut für die Umsetzung eignet. Aber kann es sein, dass der Link nicht korrekt ist? Ich lande nur im generellen OpenOlat Autorenbereich und sehe Ihre Umsetzung leider nicht. Verwenden Sie bitte den Gastlink zum Kurs bzw. Lernressource und achten Sie auf die Veröffentlichung der Lernressource. Bitte nochmal, danke :-).

  3. Wir hatten zu Beginn von Corona mal einen Wizard erstellt, der auch das Branching-Prinzip verwendet. Auch wenn die Inhalte nicht mehr brandaktuell sind, kann man den Aufbau und die Struktur an diesem realen Beisppiel gut erkennen. Inhaltlich geht es um eine Hilfestellung für Lehrende zur Übertragung von Präsenz-Veranstaltungen in ein Online-Format.
    https://www.vcrp.de/wizard/index.html

  4. Es ist vielleicht nicht direkt ein “Branching Szenario”, geht aber ein wenig in die Richtung: Mit H5P kann eine sogenannte “Game Map” erstellt werden, die es ermöglicht, dass unterschiedliche Bereiche bzw. “Knotenpunkte” unter bestimmten Bedingungen freigeschaltet werden. Dieser Gedanke des Freischaltens fördert in meinen Augen die Motivation im Rahmen der Auseinandersetzung mit den Inhalten. Gleichzeitig bildet es eine alternative Art der Verzweigung.

    Ein konkretes Beispiel:

    Nele Hirsch vom eBildungslabor hat Anfang 2024 in Anlehnung an einen KI-Workshop des VCRP eine solche Game Map erstellt. Dort wird der Begriff des “KI-Eduhacking” noch einmal genauer ausgeführt und aus verschiedenen Blickwinkeln analysiert. Die Game Map eignet sich in diesem Kontext super, um sich auf spielerische und interaktive Art und Weise mit Inhalten auseinanderzusetzen und diese weiter zu vertiefen.

    Hier kann man das Beispiel der Game Map ansehen:
    https://www.vcrp.de/news/veranstaltungsdokumentation-ki-workshop/

  5. Jennifer Madelmond und ich haben in einem Projekt (www.edutales.eu) einmal ein Branching Szenario umgesetzt. Es handelt sich um die Umsetzung des Kinderbuches “Henry rettet den Regenwald” in Form einer digitalen Choose-Your-Own-Adventure-Geschichte. Zu Beginn kann man entscheiden, ob man die Geschichte aus Sicht des Orang Utans Henry oder aus der Sicht von Manfred Adler, dem Besitzer eines mächtigen Palmölunternehmens, lesen möchte. Wir haben hier das Branched-Szenario gewählt, da wir das Thema von beiden Seiten beleuchten und so ein Reflexionsprozess ausgelösen wollten.

    Das interaktive Buch ist ein Mix aus verschiedenen Medien geworden – und besteht aus Text, Bildern und kurzen Videos. Die gesamte Geschichte wird zusätzlich vorgelesen.

    Für die Planung haben wir das Tool-Twine genutzt und dann die Knotenpunkte später für die Umsetzung in H5P übertragen.

    https://www.edutales.eu/portfolio/henry-manfred-adler-und-die-mission-regenwald/

    Auf der Website von http://www.edutales.eu gibt es auch einige Infos und Tutorials dazu, wie Branched Szenarien umzusetzen.

  6. Branching Szenarien sind eine gute Möglichkeit die Lernenden aktiv in den Lernprozess einzubinden. In möglichst realitätsnahen Lernsituationen müssen die Lernenden Entscheidungen treffen und erfahren durch das Feedback wie sinnvoll ihre jeweilige Entscheidung war. Das Feedback ist wichtig und sollte Denkanstöße geben damit die Lernenden ihre falschen Entscheidungen verstehen, um es dann bei dem nächsten Versuch besser zu machen. Gerade für die Pflege ist es sinnvoll in einem simulierten Rahmen gewisse Handlungssituationen einzuüben, ohne einem Pflegeempfänger damit zu „schaden“.
    Bei allen Vorteilen die Branching Szenarien bieten ist der Zeitaufwand bei der Erstellung nicht zu unterschätzen. Ich finde jedoch, dass sich der Aufwand lohnt und die erstellten Szenarien können ja immer wieder eingesetzt und bei Bedarf etwas angepasst werden.
    Hier ein kleiner Versuch für eine Beratungssituation. Das Bespiel wurde mit Lumi (H5P) erstellt und dann mit dem H5P-Creator in ein kompatibles Format umgewandelt, um das Branching Szenario Beispiel dann in einen OpenOlat Kurs einzubinden. Die Videosequenzen wurden mit Vyond erstellt.
    https://olat.vcrp.de/url/RepositoryEntry/4562682237?guest=true&lang=de (Gastzugang verwenden)
    https://olat.vcrp.de/url/RepositoryEntry/4562682237 (Direktlink für OpenOlat Nutzer)